Entwicklung im Zeitverlauf
Die Tabelle zeigt die modellhafte Entwicklung bei einer gleichbleibenden jährlichen Inflationsrate.
| Jahr | Nominaler Betrag | Reale Kaufkraft | Verlust in € | Verlust in % |
|---|
Der Inflationsrechner zeigt nicht, dass der auf Ihrem Konto ausgewiesene Geldbetrag automatisch kleiner wird. Bleiben 10.000 Euro unverzinst auf einem Konto liegen, werden dort auch nach mehreren Jahren grundsätzlich weiterhin 10.000 Euro angezeigt.
Verändern kann sich jedoch der reale Wert dieses Betrags. Entscheidend ist, welche Waren und Dienstleistungen Sie mit dem Geld kaufen können. Steigt das allgemeine Preisniveau, benötigen Sie für dieselben Ausgaben mehr Geld als zuvor. Die Kaufkraft des vorhandenen Guthabens nimmt dadurch ab.
Der Rechner unterscheidet deshalb zwischen zwei Werten:
Nominaler Geldwert: Der Betrag, der auf dem Konto steht oder als Geldsumme angegeben wird.
Reale Kaufkraft: Der Wert des Betrags unter Berücksichtigung der angenommenen Preissteigerung.
Das Ergebnis des Rechners wird in heutigen Euro dargestellt. Es zeigt, welcher heutigen Kaufkraft Ihr zukünftiger Geldbetrag ungefähr entspricht.
Inflation wirkt über mehrere Jahre kumulativ. Die jährlichen Preissteigerungen werden daher nicht einfach addiert. Stattdessen baut jede weitere Preissteigerung auf dem bereits erhöhten Preisniveau des Vorjahres auf.
Die Restkaufkraft lässt sich vereinfacht mit folgender Formel berechnen:
Restkaufkraft = Startkapital ÷ (1 + Inflationsrate) hoch Laufzeit
Die Inflationsrate wird dabei als Dezimalzahl eingesetzt. Eine Inflationsrate von 2 Prozent entspricht zum Beispiel dem Wert 0,02.
Angenommen, Sie verfügen über 10.000 Euro und rechnen zehn Jahre lang mit einer durchschnittlichen Inflation von 2 Prozent pro Jahr. Dann ergibt sich folgende Modellrechnung:
10.000 Euro ÷ 1,02¹⁰ = rund 8.203 Euro
Die 10.000 Euro besitzen nach zehn Jahren unter dieser Annahme somit nur noch eine Kaufkraft, die heute etwa 8.203 Euro entspricht. Der rechnerische Kaufkraftverlust beträgt rund 1.797 Euro beziehungsweise knapp 18 Prozent.
Wie stark sich Inflation auf die Kaufkraft auswirkt, hängt vor allem von der Höhe der Inflationsrate und der Länge des betrachteten Zeitraums ab.
Bei einem Ausgangsbetrag von 10.000 Euro ergeben sich für zehn Jahre beispielsweise folgende Modellwerte:
| Jährliche Inflationsrate | Restkaufkraft nach 10 Jahren | Kaufkraftverlust |
|---|---|---|
| 2 Prozent | ca. 8.203 Euro | ca. 1.797 Euro |
| 3 Prozent | ca. 7.441 Euro | ca. 2.559 Euro |
| 5 Prozent | ca. 6.139 Euro | ca. 3.861 Euro |
Die Tabelle ist keine Prognose. Sie veranschaulicht lediglich, wie unterschiedlich sich verschiedene Inflationsannahmen auf denselben Geldbetrag auswirken können.
Über längere Zeiträume wird der Effekt deutlicher. Selbst eine vergleichsweise niedrig erscheinende jährliche Preissteigerung kann die Kaufkraft eines unveränderten Geldbetrags spürbar reduzieren.

Für Sparer ist nicht allein entscheidend, wie hoch ein Kontostand oder Anlagebetrag nominal ist. Ebenso wichtig ist, wie sich dessen reale Kaufkraft entwickelt.
Das betrifft insbesondere langfristige finanzielle Ziele, zum Beispiel:
Ein unverzinstes oder niedrig verzinstes Bankguthaben kann real an Wert verlieren, wenn die Verzinsung unterhalb der Inflationsrate liegt. Trotzdem können Tagesgeld, Girokonto und andere liquide Rücklagen wichtige Aufgaben erfüllen. Sie dienen beispielsweise dazu, laufende Ausgaben zu bezahlen oder kurzfristig verfügbare Reserven vorzuhalten.
Der Inflationsrechner soll daher nicht zeigen, dass Bankguthaben grundsätzlich ungeeignet sind. Er macht vielmehr sichtbar, weshalb bei langfristigen Sparzielen neben Sicherheit und Verfügbarkeit auch die reale Wertentwicklung berücksichtigt werden sollte.
Bei Geldanlagen wird häufig die nominale Rendite genannt. Sie beschreibt den Ertrag, ohne die Inflation zu berücksichtigen. Für die tatsächliche Entwicklung der Kaufkraft ist jedoch die reale Rendite aussagekräftiger.
Ein vereinfachtes Beispiel:
Eine Anlage erzielt eine nominale Rendite von 3 Prozent pro Jahr. Gleichzeitig beträgt die Inflation 2 Prozent. Die reale Rendite liegt dann näherungsweise bei 1 Prozent.
Die einfache Subtraktion ist nur eine Annäherung. Mathematisch genauer wird die reale Rendite berechnet, indem die nominale Entwicklung ins Verhältnis zur Preisentwicklung gesetzt wird.
Zusätzlich können weitere Faktoren das Ergebnis beeinflussen:
Weitere Informationen zur steuerlichen Behandlung von Kapitalerträgen finden Sie in unserem Beitrag zur Abgeltungsteuer.
Die zukünftige Inflationsrate lässt sich nicht zuverlässig vorhersagen. Sie kann von Jahr zu Jahr schwanken und sowohl niedriger als auch höher ausfallen als erwartet.
Es kann deshalb sinnvoll sein, im Inflationsrechner mehrere Szenarien miteinander zu vergleichen. Berechnen Sie beispielsweise, wie sich eine jährliche Inflation von 2, 3 oder 5 Prozent auf Ihr Guthaben auswirken würde.
So erhalten Sie keine sichere Vorhersage, aber ein besseres Gefühl dafür, wie empfindlich ein langfristiges Sparziel auf unterschiedliche Preisentwicklungen reagieren kann.
Bei einer langfristigen Finanzplanung können verschiedene Annahmen helfen:
Die gewählten Werte sind Rechenannahmen. Sie stellen weder eine Prognose noch eine Empfehlung dar.
Offizielle Inflationsraten bilden die durchschnittliche Preisentwicklung eines festgelegten Warenkorbs ab. Dieser enthält verschiedene Güter und Dienstleistungen, die private Haushalte typischerweise nachfragen.
Die persönliche Preisentwicklung kann davon abweichen. Haushalte geben ihr Geld unterschiedlich aus. Wer einen großen Anteil seines Einkommens für Wohnen, Energie oder Mobilität benötigt, kann Preissteigerungen anders wahrnehmen als jemand, dessen Ausgaben anders verteilt sind.
Auch einzelne Bereiche können sich unterschiedlich entwickeln. Die Preise für Lebensmittel können beispielsweise stärker steigen als die Preise anderer Güter. Gleichzeitig können bestimmte Produkte günstiger werden.
Der Kaufkraftrechner arbeitet deshalb mit einer vereinfachten, einheitlichen Inflationsrate. Er kann Ihre individuelle Ausgabenstruktur nicht vollständig abbilden. Das Ergebnis ist als Orientierung und Modellrechnung zu verstehen.
Wer langfristig Vermögen aufbaut, kann unterschiedliche Anlageformen miteinander kombinieren. Neben liquiden Rücklagen und klassischen Finanzanlagen können dabei auch Sachwerte berücksichtigt werden.
Zu den Sachwerten zählen unter anderem Immobilien, Unternehmensbeteiligungen, Rohstoffe und Edelmetalle. Ihr Wert ist nicht ausschließlich an einen festen nominalen Geldbetrag gebunden. Das bedeutet jedoch nicht, dass Sachwerte automatisch steigen oder jederzeit einen Inflationsausgleich bieten.
Physisches Gold wird von manchen Anlegern als langfristige Beimischung innerhalb einer breiter aufgestellten Vermögensstruktur genutzt. Gold besitzt einige besondere Eigenschaften:
Gleichzeitig unterliegt der Goldpreis deutlichen Schwankungen. Er kann über längere Zeiträume steigen, fallen oder sich seitwärts entwickeln. Gold zahlt außerdem keine Zinsen oder Dividenden. Auch Gold bietet daher keinen garantierten Schutz vor Inflation oder Vermögensverlusten.
Entscheidend ist eine angemessene Diversifikation. Unterschiedliche Vermögensbestandteile können verschiedene Funktionen erfüllen. Liquidität sorgt für kurzfristige Verfügbarkeit, Wertpapiere können am wirtschaftlichen Wachstum teilnehmen und Gold kann als ergänzender Sachwert betrachtet werden.
Mehr zu diesem Thema erfahren Sie in unserem Ratgeber zum Vermögensschutz.
Inflation wirkt sich nicht nur auf vorhandenes Vermögen aus. Sie kann auch beeinflussen, wie viel Geld Sie zukünftig für ein bestimmtes Ziel benötigen.
Kostet eine geplante Anschaffung heute 20.000 Euro, kann ihr Preis in zehn oder zwanzig Jahren deutlich höher liegen. Wer langfristig spart, sollte deshalb nicht nur den heutigen Preis als Zielbetrag ansetzen.
Ein Beispiel:
Bei einer angenommenen Inflation von 2 Prozent kostet eine Leistung, die heute 20.000 Euro kostet, nach zehn Jahren rechnerisch rund 24.380 Euro. Nach zwanzig Jahren wären es bereits rund 29.720 Euro.
Auch diese Werte sind Modellrechnungen. Die tatsächliche Preisentwicklung des konkreten Produkts oder der konkreten Leistung kann davon abweichen.
Regelmäßige Sparraten können dazu beitragen, langfristig Vermögen aufzubauen. Dabei sollte jedoch geprüft werden, welche Anlageform zur persönlichen Situation, zur gewünschten Verfügbarkeit und zur eigenen Risikobereitschaft passt.
Hire geht es zu unseren Informationen für regelmäßigen Erwerb von physischem Gold mit einem Goldsparplan.
Der Inflationsrechner vereinfacht eine komplexe wirtschaftliche Entwicklung. Er ermöglicht nachvollziehbare Szenarien, kann aber nicht alle individuellen Faktoren berücksichtigen.
Die Berechnung geht insbesondere davon aus, dass:
Tatsächlich verändern sich Inflationsraten, Anlageerträge, Steuern und persönliche Ausgaben im Zeitverlauf. Das berechnete Ergebnis ist deshalb keine Vorhersage.
Für eine umfassende Finanzplanung müssen weitere Faktoren berücksichtigt werden. Dazu zählen Ihre Einkommenssituation, bestehende Rücklagen, Anlageziele, der Zeithorizont und Ihre persönliche Risikobereitschaft.
Mit dem Inflationsrechner können Sie sichtbar machen, wie stark sich unterschiedliche Inflationsannahmen auf die reale Kaufkraft eines Geldbetrags auswirken. Gerade bei langen Laufzeiten kann der Unterschied zwischen nominalem Betrag und realem Wert erheblich sein.
Das Ergebnis kann ein Anlass sein, die eigene Finanzplanung genauer zu betrachten:
Physisches Gold kann dabei eine mögliche Beimischung sein. Es ersetzt jedoch weder eine liquide Rücklage noch eine individuell abgestimmte Anlagestrategie.
Informieren Sie sich jetzt darüber, wie ein monatliche Sparanlage als Gold-Ssparplan funktioniert und welche Rolle Gold im Rahmen eines langfristigen Vermögensschutzes spielen kann.
